REIFE.CH

Ernte 2005


Qualität im Alter(n)

Die Zukunft der Altersgesellschaft

Alltag in der Altenrepublik

Sinnfindung und älter Werden

Trau keinem unter 35 !

Reifen und Sisyphos

Reife Fragen und Antworten

Warum Reife ?

Reife Märkte jetzt besser zugänglich

Felix Krone - das neue Büchlein von Edmond Tondeur

Sinn-München: Neue Plattform für "junge Senioren"

Weiterhin gültig: Reifungsprozesse von REIFE.CH - Stand Herbst 2004

Externer Link: Netzwerk der Zeitexperten und Zeitinteressierten - www.zeitkultur.de

 

Trau keinem unter 35 !

Zehn Stärken der reiferen Jahrgänge

Längst nicht zum alten Eisen gehören laut Dr. Reinhard K. Sprenger reifere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Vielmehr sprechen für sie zehn gute Gründe:

1. Ältere sind souveräner bei Komplexität. Je unübersichtlicher die Sachverhalte, desto zielführender ihre Fähigkeit zur Proiritisierung.

2. Ältere sind in geringerem Masse eigenbetroffen. In belastenden Situationen ist ihre milde Resigniertheit eine Stärke. Die Konkurrenzsituation bei Beförderungen nehmen sie gelassener.

3. Sie haben tendenziell eine höhere Toleranz gegenüber Unterschieden. Sie anerkennen verschiedene Arbeitsstile und unterschiedliche Wege zum Ziel.

4. Besonders eindrucksvoll ist vielfach ihre Handlungsökonomie. Sie erreichen ihre Ziele in der Regel mit weit geringerem Aufwand, als dies Jüngere tun. Ausserdem erleichtert Lebenserfahrung die Prioritätensetzung.

5. Ihre Selbsteinschätzung ist realistischer. Gezeichnet von so manchen Enttäuschungen haben sie sich meist von Grandiositätsphantasien verabschiedet, glauben nicht mehr, privilegrierten Zugang zur Wahrheit zu haben. Sie wissen um ihre Fähigkeiten, was sie können - und was nicht.

6. Auch ihr Entscheiungsverhalten ist realistischer. Sie wissen - spüren es zumindest - dass die Welt voller Paradoxien und Widersprüchlichkeiten steckt. Und dass zu einer "richtigen" Entscheidung ein gehöriges Mass Glück gehört.

7. Sie haben mehr Sinn für das Machbare. Möglichkeiten und Grenzen dessen, was in Organisationen umzusetzen st, sind ihnen vertraut. Sie schauen pragmatisch auf das, was unter diesen Umständen möglich ist. "Visionen" halten sie in der Regel für eine Geisteskrankheit.

8. Geringere Belastung druch Privates: Die Kinder sind meist flügge, das Haus gebaut, der Baum gepflanzt. Auch der Partner hat sich in milder Nachsicht eingerichtet. Man hat einander abgeschliffen und den Streit um die offene Zahnpastatube begraben. Das hält den Rücken frei.

9. Ältere können häufig auf ein gut funktionierendes Netzwerk zurückgreifen. Das erleichtert vieles, macht schnell und hat unbürokratische Vorteile.

10. Man mag Teams mögen oder nicht. Die Fähigkeit, in Teams ebenso rücksichtsvoll wie entscheden zu arbeiten, ist mit 45 signifikant häufiger zu finden als mit 30.


Auszug aus einem Artikel in MARKETING UND KOMMUNIKATION, 7/8 - 2004