Lieber Herr Poggenpohl
Hier meine Antworten. Viel Erfolg mit Ihrer Aufgabe !
Herzliche Grüße:
Andreas Giger
Am 24.02.2005 um 14:03
schrieb JensPoggenpohl@aol.com:
Sehr geehrter Herr Giger,
Im Rahmen unserer Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule (www.djs-online.de)
arbeiten wir zurzeit an einer Sonderseite zum Thema "Private
Altersvorsorge".
Um das schnöde Thema aufzulockern, wollen wir mit einem Blick
in die Zukunft, ins Jahr 2050 beginnen: Warum es sich lohnt, heute
zu sparen...
Mit großem Intresse habe ich von ihrer Studie zum "Megatrend
Reife" gelesen, und würde mich sehr freuen, wenn Sie sich
für die folgenden Fragen zehn Minuten Zeit nähmen:
1. Wie könnte die Zukunft des Alterns aussehen? Wie werden
wir Jungen, die Generation der 20- bis 30-jährigen ihr Altern
erleben?
Finanziell gesehen wird diese Generation sicher stärker selber
vorsorgen müssen als die heutigen Rentner. Gesundheitlich sind
weitere Fortschritte zu erwarten, das heisst, das Alter wird noch
stärker als schon heute in gutem gesundheitlichem Zustand erlebt
werden. Zugenommen, und zwar deutlich, wird bis dahin ein bewusster
Umgang mit dem älter Werden haben: Man bereitet sich viel intensiver
auf diese Lebensphase vor, weil es selbstverständlich geworden
ist, dass die Jahre jenseits der Fünfzig eine wichtige und lange
Lebensphase sein wird.
2. Wieso sprechen Sie von Reife und nicht von Alter?
Weil sich ein reifer Apfel besser verkauft als ein alter ! Im Ernst:
Der Begriff "Alter" ist immer noch stark negativ geprägt,
er erinnert an Abbau, Defizite, Verfall und Tod. Der Begriff der "Reife"
dagegen verweist darauf, dass älter Werden durchaus auch seine
positiven Seiten hat, vor allem eben die Möglichkeit, weiter
zu reifen und damit die eigene Lebensqualität zu verbessern.
3. Haben Sie einen Rat an jüngere Menschen?
Die Vorzüge der Jugend genießen, ohne zu vergessen,
dass diese Lebensphase vorbei geht und anderen, ebenso spannenden
Platz machen wird. Ob ein Leben ein geglücktes wird, entscheidet
sich sich nicht in jüngeren Jahren. Aber entscheidende Weichen
werden gestellt, und dafür ist Achtsamkeit angesagt.
Wie unter Journalisten üblich, stehen wir unter hohem Zeitdruck.
Es wäre schön, wenn Sie mir schon bis Sonntag nachmittag
eine Antwort schicken könnten.
Ich bedanke mich im Voraus und verbleibe mit freundlichen Grüßen
-
Jens Poggenpohl