Editorial
(Frühling 08): Reif für den Wandel

"Madame, Sie verändern sich!" Dieser
Satz, in einem Fernsehfilm eben zu Handen einer rund fünfzig Jahre
alten Frau geäussert, verweist aufs Hübscheste auf das Hauptthema
der aktuellen Ausgabe von REIFE.CH: Das neue Buch unseres Mit-Reifenden
Edmond Tondeur, das Vom guten Umgang mit Veränderungen handelt
und den Titel "Lebenswandeln" trägt. Mehr dazu
hier.
Reifen ist das Hauptthema dieser Plattform, und
in diesem Wort ist das Thema der Entwicklung und damit des Wandels bereits
angesprochen. Bei diesem Prozess ist und bleibt Reife ein unerreichbares
Idealziel, dem wir uns mehr oder weniger annähern können.
Wenn wir von Reife reden, dann schwingt diese leise Ironie immer mit:
Reife als absoluter Endzustand gibt es nicht.
Reife ist somit immer relativ: Wir sind reifer als
früher. Vor allem aber sind wir immer wieder reif für etwas.
Ich erlebe dies gerade am eigenen Leib. In meinem
Berufsleben fängt eine neue Phase an. Woraus sich, wie so oft,
erst im Rückblick so etwas wie ein Sinn erschliesst: Das, was ich
in den letzten Jahren getan, erlebt und erlitten habe, hat mich reif
gemacht für diese neue Phase. Und damit einmal mehr für den
Wandel.

So ergeht es uns immer wieder. Woraus wir Trost
schöpfen können für Lebenswandel, in denen wir uns nicht
reif fühlen für den Wandel. Wie sagt der junge russische Liebhaber
zur reifen Frau im erwähnten Film so schön: "Lass es
uns wagen! Was soll schon schief gehen?"
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, dass auch
Sie immer wieder reif werden für den Wandel. Gerade in dieser Zeit
des Aufbruchs.


P.S. Alle Bilder
dieser Ausgabe wurden von mir Anfang 2008 aufgenommen.
Ausnahme: Obiges
Bild ist ein Gemälde von Sylvia Wirthlin.