Weltkongress für
Psychologie formuliert Regeln für gesundes Altern – das Altwerden beginnt
mit 25
I. Altwerden als Aufgabe
1. Seien Sie in allen Lebenslagen körperlich,
geistig und sozial aktiv.
2. Leben Sie in allen Lebensaltern
gesundheitsbewusst.
3. Nutzen Sie Vorsorgemassnahmen.
4. Es ist nie zu spät, den eigenen
Lebensstil positiv zu verändern.
5. Bereiten Sie sich auf Ihr Alter vor.
II. Aktives Leben
1. Nutzen Sie freie Zeit, um Neues zu
lernen.
2. Bleiben Sie im Alter offen für positive
Ereignisse und Erfahrungen.
3. Begreifen Sie das Alter als Chance.
4. Pflegen Sie auch im Alter Kontakte.
5. Geben Sie der Zärtlichkeit eine Chance.
6. Trauen Sie Ihrem Körper durchaus etwas
zu.
III. Alter ist nicht Krankheit
1. Gesundheit ist keine Frage des Alters.
2. Nehmen Sie Krankheiten nicht einfach
hin.
3. Suchen Sie nach Hilfe und Pflege.
4. Haben Sie Mut zur Selbständigkeit.
Autor der Regeln: Andreas Kruse, Direktor des Instituts für
Gerontologie an der Universität Heidelberg.
70jährige: Mehr Sex
Immer mehr Paare jenseits der siebzig leben
ihre Sexualität aus. Das zeigt eine
Lanzeitstudie der Universität Göteborg.
Dabei wurden seit 1971 viermal jeweils 70jährige nach ihrem Sex befragt. Die Forscher waren überrascht, dass sich das sexuelle Verhalten älterer
Menschen in den letzten drei Jahrzehnten
stark verändert hat. Sie haben deutlich mehr Sex. Das gaben 66 Prozent der Männer
und 34 Prozent der Frauen bei der letzten Befragung an. 1971 sagten das nur 47 Prozent der Männer
und 12 Prozent der Frauen. Heute gilt
ein Drittel der über 70jährigen als sexuell aktiv, d. h. mindestens einmal Geschlechtsverkehr pro Woche. 70 Prozent der Männer und 60 Prozent der Frauen
beurteilen ihren Sex als «sehr befriedigend». 83 Prozent der Frauen haben regelmässig Orgasmen.
(St.Galler Tagblatt, 6. August 2008)