REIFE.CH

Herbst 2004

Editorial: Neuer Reifungsschritt


DIE BEITRÄGE DIESER AUSGABE:

Reifen geschieht

Alt werden ist die grosse Chance

Vom reifen Umgang mit der Zeit

Reifes Wohnen

Initiative 45plus

Herbst im Beruf - Herbst des Lebens

Alterspessimisten sterben früher

Reifer Herbst


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Editorial: Neuer Reifungsschritt

 

 

Liebe Besucherin, lieber Besucher von REIFE.CH

Als wir mit REIFE.CH anfingen, ging es vor allem darum, die irgendwo verstreut erschienen und eher seltenen Beiträge zu einer neuen Sicht des älter Werdens zu sammeln und jenen zugänglich zu machen, die sich dafür interessierten. Mittlerweile ist die Flut solcher Beiträge so angeschwollen, dass Vollständigkeit des Überblicks ein unmöglches Ziel wäre. Wir beschränken uns deshalb darauf, nur noch ausgewählte Beiträge zugänglich zu machen. Diesmal Auszüge aus einem Interview mit dem bekannten Zukunftsforscher Matthias Horx: Alt werden ist die grosse Chance.

Dann haben wir eine Zeit lang versucht, in regelmässigen Abständen unsere eigene Sicht von Reife(n) zu präsentieren. Und dabei festestellt, dass sich wirklich neue Erkenntnisse nicht im Vierteljahresrhythmus einstellen. Was wir daraus gelernt haben, formuliert Edmond Tondeur: Reifen geschieht.

Als Plattform wollen wir weiterhin dienen. Diesmal gibt es drei interessante neue Beiträge: Vom reifen Umgang mit der Zeit, reifes Wohnen sowie eine Reportage über den Gründer der österreichischen Initiative 45plus.

In der letzten Ausgabe haben wir einige Beiträge aus Reife.Classic wiederholt, die es nach unserer Ansicht wert sind, (erneut) gelesen zu werden. Diese Tradition setzen wir diesmal fort mit zwei Beiträgen: Herbst im Beruf - Herbst des Lebens sowie Alterspessimisten sterben früher.

Um das Ganze nicht zu textlastig werden zu lassen, finden Sie diesmal auch eine reine Bildstrecke Reifer Herbst.

Sie sehen: Es gibt auf REIFE.CH nach wie vor Anregungen und Impulse zu finden. Also schauen Sie mal wieder rein !

Im Namen des REIFE-Teams wünsche ich Ihnen reifungsvolle Zeiten:

Andreas Giger

Zwei Fundstücke von Fridolin Herzog platzieren wir hier gleich prominent:

 

Als ich 5 Jahre alt war, war meine Mutter 25,
und ich fand sie sehr alt.
Als ich 25 Jahre alt war und sie 45,
fand ich sie alt.
Als ich 45 Jahre war, war sie 65,
und ich fand sie sehr jugendlich.
Als ich 48 Jahre alt war, starb meine Mutter,

und ich fand, sie sei sehr jung gestorben.

(Max von der Grün)

Die enormen individuellen Unterschiede des Alterns als auch die Vielfalt von sozialen, psychologischen und gesundheitlichen Determinanten von Wohlbefinden im Alter weisen in die Richtung einer starken Gestaltbarkeit der Prozesse menschlichen Alterns in modernen Gesellschaften. Das Altern ist nicht ein Prozess, der einfach schicksalhaft geschieht, sondern ein Prozess, welcher in starkem Masse gesellschaftlich und individuell beeinflussbar ist.

(Francois Höpflinger und Astrid Stuckelberger in: Demographische Alterung und individuelles Altern. Ergebnisse aus dem nationalen Forschungsprogramm Alter, 1999.)

Beide Zitate stammen aus dem sehr lesenserten Buch von Thomas DRUYEN: Olymp des Lebens. - Das neue Bild des Alters. Luchterhand Verlag, 2003.