Die Zeit ist reif für eine reife Vision von der Zukunft der Schweiz

Die Vision REIFE SCHWEIZ

 

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Ausführliche Version der Vision REIFE SCHWEIZ

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Die ausführliche Version der Vision REIFE SCHWEIZ liegt als Buch vor.

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Oder Sie können das Buch bestellen:

Die VISION REIFE SCHWEIZ

Plädoyer für eine werteorientierte Zukunft

Von Andreas Giger und René Künzli

Umfang: 68 Seiten, Paperback

Verlag: Books on Demand GmbH, Norderstedt

Preis: CHF 10.00 (+ 2.00 Versandspesen bei Direktbestellung)

ISBN: 9783842355415

Erhältlich im Buchhandel, direkt per Mail oder direkt im Shop von spirit.ch

INHALT:

Die VISION REIFE SCHWEIZ in Kurzform

HINTERGRÜNDE:

1. Leuchtturm in der Zukunft: Wozu die Schweiz Visionen braucht (siehe Leseprobe unten)

2. Aus alt mach reif: Wie Reife zum Attraktor wird

3. Vom Wert der Werte: Worum es in der Vision geht

4. DIE ZEHN WERTE DER REIFEN SCHWEIZ

4.1. Weiser Sinn

4.2. Nachhaltige Lebensqualität

4.3. Reife Erfahrung

4.4. Respektvolles Miteinander

4.5. Mediativer Ausgleich

4.6. Souveräne Gelassenheit

4.7. Gesundes Selbst-Bewusstsein

4.8. Standfeste Offenheit

4.9. Dankbare Zufriedenheit

4.10. Bejahte Evolution

5. Ave Matura Helvetia: Wie wir die Vision verwirklichen

Leseprobe:

1. LEUCHTTURM IN DER ZUKUNFT

Wozu die Schweiz Visionen braucht

     Ein Land, das keine Vorstellung von seiner Zukunft hat, hat keine Zukunft. In einer sich rasend schnell wandelnden Welt genügt dabei die Vorstellung, es könne und solle alles einfach so weitergehen wie bisher, nicht mehr. Und schon gar untauglich ist die Vorstellung, ein Land könne in eine verklärte Vergangenheit zurück- kehren, die es so ohnehin nie gab. Zukunft ist immer mehr als die Summe aus Vergangenheit und Gegenwart.

     Das Problem mit der Zukunft ist natürlich, dass sie weitgehend im Dunkeln liegt. Doch das ist zugleich unsere grosse Chance. Weil die Zukunft noch offen vor uns liegt, können wir sie gestalten.

     Um unseren Weg in Richtung morgen und übermorgen zu erhellen, müssen wir allerdings zunächst Licht ins Dunkle der Zukunft bringen. Wie ein Schiff, das in dunkler Nacht unterwegs ist, brauchen wir Leuchttürme in der Zukunft.

     Fragt sich nur: welche? Zwar sind vermeintliche Leuchttürme reichlich im Angebot, doch es lohnt sich ein kritischer Blick darauf.

     Auf der einen Seite finden wir Utopien: Jemand stellt sich eine ideale Welt vor und verkauft das dann als Zukunftsentwurf. Einmal abgesehen davon, dass sich unterschiedliche Menschen unterschiedliche ideale Welten vorstellen, was dazu führt, dass keine Utopie nahtlos verwirklicht werden kann (es sei denn mit Gewalt), kranken alle Utopien daran, dass sie keinerlei Realisierungschancen haben. Zu komplex ist nämlich die Welt, um sie in ein ideales Schema zu pressen. Nicht ohne Grund bedeutet Utopie denn auch wörtlich „kein Ort, nirgendwo“.

     Das Gegenstück zu den Utopien bilden die Prognosen: Dabei behaupten die so genannten Prognostiker, so würde die Zukunft, und nicht anders. Prognosen allerdings kranken daran, dass die Zukunft grundsätzlich nicht vorhersehbar ist. Das sehen wir bei den Wetter- und den Wirtschaftsprognosen, die trotz riesigen Aufwands an Gehirn- und Computerkapazität auf keinen grünen Zweig kommen. Zu Recht hat ein Spötter schon vor langer Zeit formuliert: „Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen...“

     Das ist auch gut so. Denn wäre die Zukunft tatsächlich vorhersehbar, würde uns das keinerlei Spielraum bei ihrer Gestaltung übrig lassen. Zum Glück jedoch ist die Zukunft offen und kann von uns mitgestaltet werden.

     Dabei wird natürlich nicht alles nach unseren Wünschen verlaufen. Manche Entwicklungsströme sind zu stark, um sie aufhalten oder ablenken zu können. Doch es bleiben genügend Spielräume der Zukunftsgestaltung offen, in denen unser aktives Engagement gefragt und wirkungsvoll ist.

     Hier schlägt die Stunde der Visionen. Eine Vision ist nach unserem Verständnis nämlich jener Punkt in der Zukunft, an dem wünschbare und denkbare Entwicklungen zusammen kommen. Eine Vision gibt also Antwort auf die Frage, wohin wir wollen, und bleibt dabei zugleich auf dem Boden, indem sie eine realistische Basis hat: Visionen lassen sich nämlich grundsätzlich verwirklichen.

     Eine Vision integriert also Utopie und Prognose, indem sie die Vorteile dieser beiden Arten von Zukunftsentwürfen aufnimmt und ihre Nachteile vermeidet. Sie berücksichtigt unsere Wünsche an die Zukunft, ohne sich im unrealistischen Nebel einer Utopie zu verlieren, weil sie nur von solchen Wünschen spricht, deren Realisierung denkbar und möglich ist. Visionen sind somit ideale Leuchttürme in der Zukunft.

     Wir sprechen dabei bewusst von Visionen in der Mehrzahl. Niemand kann in einer offenen Gesellschaft den Anspruch erheben, über die einzige und allein selig machende Vision zu verfügen. Das gilt auch für die hier vorgestellte Vision von der Zukunft der Schweiz. Sie will und soll sich dem Wettbewerb mit anderen Visionen stellen. Und sie schliesst andere visionäre Vorstellungen nicht aus, sondern kann von diesen befruchtet werden, so wie sie umgekehrt andere Zukunftsvorstellungen befruchten kann.

     Der Qualitätsmassstab für eine Vision ist ihre Attraktivität. Das lässt sich durchaus wörtlich verstehen, denn Attraktivität bedeutet ganz einfach Anziehungskraft. Wenn eine Vision attraktiv ist, wird sie von immer mehr Menschen geteilt und entfaltet so ihre Wirkung als strahlender Leuchtturm in der Zukunft, der uns den Weg dahin erhellt.

     Eine Vision ist also ein Attraktor, ein Anziehungspunkt in der Zukunft. Doch zugleich sagt eine Vision immer auch viel über die Gegenwart aus, in der sie entstanden ist. Genauer über das, was uns daran stört und missfällt, was wir zurücklassen und nicht in die Zukunft mitschleppen wollen.

     Davon gibt es auch in der Schweiz reichlich. Und gerade weil uns die Zukunft der Schweiz am Herzen liegt, möchten wir beim Unbehagen darüber nicht stehen bleiben, sondern dieses Unbehagen in einen positiven Alternativentwurf der Zukunft der Schweiz transformieren. Denn das ist Teil unserer Vision: Dass Kritik nicht um ihrer selbst willen geübt wird, sondern dass auch dahinter ein konstruktiver Geist wehen soll.

     Wozu bildet unsere Vision eine Alternative? Nun, es ist wohl kein Zufall, dass sie in einem Jahr entstanden und formuliert worden ist, in dem eidgenössische Wahlen stattfinden. Schliesslich hängt von der Politik nicht allein, aber doch ganz wesentlich die Zukunft der Schweiz ab. Was in der Politik geschieht, kann deshalb niemandem gleichgültig sein, dem diese Zukunft ein Herzensanliegen ist.

     Was auf dieser politischen Bühne seit geraumer Zeit geboten wird, ist nicht sehr erbaulich. Dabei sei daran erinnert, dass auf dieser Bühne in der Schweiz nicht nur die Politiker mitspielen, sondern auch das Volk, also Sie und wir. Und zu viele machen mit, wenn über Pseudoproblemchen gestritten wird, als ob der Weltuntergang bevorstünde, während die wahren Herausforderungen der Zukunft wie die Tatsache, dass wir als Menschen wie als Gesellschaft immer älter werden, ignoriert oder auf die lange Bank geschoben werden.

     Auch im Umgang miteinander sind Verluderungstendenzen feststellbar: Alle beharren auf ihren Maximalforderungen, der Andersdenkende wird zum Feind erklärt, der böse Absichten hegt. Und manche würden am liebsten alle, die nicht ihrer Ansicht sind, aus dem gemeinsamen Sandkasten rauswerfen.

     Das alles wirkt auf den gereiften Beobachter kindisch und pubertär, mit einem Wort unreif. Die Alternative dazu kann nur Reife heissen, und deshalb beschreibt unsere Vision eine Reife Schweiz.

     Das Wort Vision hat übrigens denselben Wortstamm wie „Sehen“. Eine Vision ist also einfach eine andere Art der Betrachtung der Zukunft, eine Erweiterung der Perspektive, des Horizonts. Auch so gesehen braucht die Schweiz dringend neue Visionen...